11. März 2026Honorare werden gekürzt. Wir werden kostenlos.Jetzt DSGVO-konform KI nutzen
VerhaltensaktivierungEvidenzgrad BFortgeschritten

SORKC-Verhaltensanalyse - Detaillierte Version

Erweiterte funktionale Verhaltensanalyse nach dem SORKC-Modell (Kanfer/Saslow). Mikroskopische Betrachtung der Aufrechterhaltungsbedingungen: Stimulus (extern/intern), Organismus (biologisch/kognitiv/emotional), Reaktion (4 Ebenen), Kontingenz und Konsequenz (kurzfristig/langfristig mit Verstärkerart).

45 Minuten
Verhaltenstherapie, Funktionale Analyse, Lerntheorie
F10-F19, F42, F50, F60, F63

Durchführung

Der Patient analysiert Schritt für Schritt: S (externe/interne Auslösereize), O (biologische/kognitive/emotionale Variablen), R (Reaktion auf 4 Ebenen), K (Kontingenz), C (kurzfristige UND langfristige Konsequenzen). Erarbeiten Sie die Analyse GEMEINSAM in der Sitzung. Achten Sie besonders auf negative Verstärkung (Angstreduktion durch Vermeidung) als häufigsten Aufrechterhaltungsmechanismus.

Struktur des Arbeitsblatts

13 Spalten - Vorschau der Tabellenstruktur:

S - STIMULUS extern: Was passierte unmittelbar vorher? (Situation, Personen, Orte)S - STIMULUS intern: Gedanken, Körperempfindungen vor dem VerhaltenO - ORGANISMUS biologisch: Muedigkeit, Hunger, Substanzen, Krankheit, MedikationO - ORGANISMUS kognitiv: Automatische Gedanken, Überzeugungen, ErwartungenO - ORGANISMUS emotional: Grundstimmung, emotionale VorbelastungR - REAKTION motorisch: Was genau habe ich getan? (beobachtbar)R - REAKTION kognitiv: Was habe ich dabei gedacht?R - REAKTION physiologisch: Körperreaktionen (Herzschlag, Schwitzen, Zittern)R - REAKTION emotional: Welche Gefühle hatte ich dabei?K - KONTINGENZ: Wie sicher folgt C auf R? (immer/meistens/manchmal/selten)C - KONSEQUENZ kurzfristig: Was passierte unmittelbar danach? (C+, C-, C+ gestrichen, C- gestrichen)C - KONSEQUENZ langfristig: Was sind die Folgen nach Tagen/Wochen?Verstärkerart: Positive Verstärkung / Negative Verstärkung / Bestrafung / Loeschung
Voller Supermarkt, Warteschlange an der KasseEnge, laute Geräusche, Hektik der anderenMüde, nüchtern, keine MedikationIch halte das nicht aus. Gleich passiert etwas Schlimmes.Angespannt, gereizt seit dem MorgenEinkaufswagen stehen gelassen, Laden verlassenHier muss ich sofort raus!Herzrasen, Schwitzen, SchwindelPanik, HilflosigkeitMeistens - bei Enge fast immerC-: Angst lässt sofort nach (negative Verstärkung)Vermeidung breitet sich aus, traue mich kaum noch einkaufenNegative Verstärkung (Flucht beseitigt Angst)

Die erste Zeile zeigt ein Beispiel. Im PDF-Download ist die Tabelle leer zum Ausfüllen.

Evidenzgrundlage

Evidenzgrad B: Moderate Evidenz aus mind. einer RCT

Quelle: Kanfer, F.H. & Saslow, G. (1969): Behavioral Diagnosis

Klinische Hinweise

Mit Therapeut GEMEINSAM erarbeiten. Kurzfristige negative Verstärkung (Angstreduktion durch Vermeidung) ist häufigster Aufrechterhaltungsmechanismus bei Angst/Zwang. Kurzfristige C+ halten Suchtverhalten aufrecht.

Geeignetfür (ICD-10)

Therapiefortschritt dokumentieren?

Mit DUKTUS PRO dokumentierst du, wie deine Patient:innen mit Arbeitsblättern arbeiten - automatisch und strukturiert.

Kostenlos starten