Teufelskreis-Modell (Kognitiv-Behavioural)
Visualisierung der wechselseitigen Verstärkung von Gedanken, Gefühlen, Körper und Verhalten
Warum hilft das?
Das Teufelskreis-Modell ist die zentrale Psychoedukation in der KVT. Es zeigt, wie Gedanken, Gefühle, Körper und Verhalten sich gegenseitig verstärken — und wo der Kreislauf durchbrochen werden kann.
Durchführung
Der Patient stellt das Zusammenspiel grafisch dar: Situation, Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen, Verhalten, Konsequenzen. Nutzen Sie das Teufelskreis-Modell als zentrale Psychoedukation früh in der Therapie. Erarbeiten Sie ein individuelles Beispiel. Identifizieren Sie gemeinsam Ansatzpunkte für Veränderung.
Struktur des Arbeitsblatts
7 Spalten - Vorschau der Tabellenstruktur:
| Auslöser-Situation | Automatische Gedanken | Emotionen | Körperreaktionen | Verhalten | Kurzfristige Konsequenz (Verstärkung) | Langfristige Konsequenz (Aufrechterhaltung) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einladung zur Party erhalten | Alle werden mich komisch finden. Ich werde mich blamieren. | Angst, Scham | Herzrasen, Schwitzen, Magenschmerzen | Absage, zu Hause bleiben | Erleichterung (Angst lässt nach) | Einsamkeit nimmt zu, nächste Einladung macht noch mehr Angst |
Die erste Zeile zeigt ein Beispiel. Im PDF-Download ist die Tabelle leer zum Ausfüllen.
Evidenzgrundlage
Klinischer Konsensuspunkt: Empfehlung basierend auf klinischer Erfahrung
Quelle: KVT-Grundlagen (Beck, Clark)
Klinische Hinweise
Zentrale Psychoedukation, Störungsmodell vermitteln, Ansatzpunkte identifizieren
Häufige Denkfehler (Referenz)
Uebergeneralisierung
Aus einem einzelnen Ereignis wird eine allgemeine Regel abgeleitet. Signalwoerter: immer, nie, alle, keiner.
Gegenfrage: Ist das wirklich IMMER so? Gibt es Gegenbeispiele?
Katastrophisieren
Vom schlimmsten moeglichen Ausgang ausgehen, ohne realistische Einschaetzung.
Gegenfrage: Was ist das WAHRSCHEINLICHSTE Szenario?
Emotionale Beweisfuehrung
Gefuehle werden als Beweis fuer die Realitaet genommen.
Gegenfrage: Ist ein Gefuehl ein Beweis? Aendert sich die Realitaet, wenn sich mein Gefuehl aendert?
Schwarz-Weiss-Denken
Situationen werden nur in Extremen bewertet — perfekt oder wertlos, alles oder nichts.
Gegenfrage: Gibt es Zwischenstufen? Wo liegt die Situation auf einer Skala von 0-100?
Therapiefortschritt dokumentieren?
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