Soziales Kompetenztraining - Verhaltensbeobachtungsbogen
Strukturierter Beobachtungsbogen für Rollenspiele im Sozialen Kompetenztraining (SKT). Erfasst verbales und nonverbales Verhalten auf den Dimensionen unsicher, selbstsicher und aggressiv nach dem GSK-Modell (Hinsch & Pfingsten). Grundlage für konkretes, verhaltensnahes Feedback.
Durchführung
Der Therapeut nutzt den Bogen während Rollenspiel oder Videofeedback zur Beobachtung: verbale Merkmale (Ich-Aussagen, Wuensche, Grenzen), nonverbale Merkmale (Blickkontakt, Körperhaltung, Stimme), Gesamteindruck (unsicher/selbstsicher/aggressiv). Reihenfolge beachten: 1) Selbsteinschätzung, 2) Therapeuten-Feedback, 3) Gruppenfeedback. Immer zuerst Stärken benennen.
Struktur des Arbeitsblatts
10 Spalten - Vorschau der Tabellenstruktur:
| Situation im Rollenspiel | Blickkontakt (0=vermeidend, 5=angemessen, 10=starrend) | Körperhaltung (0=zusammengesunken, 5=aufrecht, 10=dominierend/übergriffig) | Stimmvolumen (0=zu leise, 5=angemessen, 10=zu laut) | Sprechtempo (0=zu langsam/stockend, 5=angemessen, 10=zu schnell/hektisch) | Inhalt: Ich-Aussagen verwendet? (Ja/Nein) | Inhalt: Wuensche klar geaeussert? (Ja/Nein) | Inhalt: Grenzen gesetzt? (Ja/Nein) | Gesamteindruck: Unsicher / Selbstsicher / Aggressiv | Konkretes Verbesserungsziel für naechstes Mal |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Reklamation im Geschäft: Defektes Gerät zurückgeben | 4 - etwas ausweichend | 6 - aufrecht, leicht angespannt | 4 - etwas zu leise | 6 - angemessen | Ja | Teilweise - Wunsch erst am Ende geäußert | Nein - hat Nein des Verkäufers akzeptiert | Unsicher | Wünsche früher und direkter formulieren |
Die erste Zeile zeigt ein Beispiel. Im PDF-Download ist die Tabelle leer zum Ausfüllen.
Evidenzgrundlage
Evidenzgrad A: Starke Evidenz aus mehreren RCTs
Quelle: Hinsch & Pfingsten (2015): Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK)
Powers et al. (2008): Soziale Phobie Behandlung d=0.86
Klinische Hinweise
Videoaufnahmen sind sehr hilfreich für Selbstwahrnehmung. Reihenfolge: 1) Selbsteinschätzung, 2) Therapeuten-Feedback, 3) Gruppenfeedback (falls Gruppe). Immer zuerst Stärken benennen, dann Verbesserungsvorschlaege.
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