Expositionsplan bei Angststörungen
Hierarchische Planung und Dokumentation von Konfrontationsübungen
Warum hilft das?
Vermeidung hält Angst aufrecht. Systematische Konfrontation zeigt dem Gehirn, dass die befürchtete Katastrophe nicht eintritt — und die Angst von selbst nachlässt (Habituation).
Durchführung
Der Patient erstellt eine Angsthierarchie (0-100) und führt systematische Exposition mit graduierter Schwierigkeit durch. Erstellen Sie die Hierarchie gemeinsam in der Sitzung nach gründlicher Psychoedukation zum Angstkreislauf. Begleiten Sie erste Expositionen in vivo. Achten Sie auf Sicherheitsverhalten und vorzeitigen Abbruch.
Struktur des Arbeitsblatts
7 Spalten - Vorschau der Tabellenstruktur:
| Rangnummer | Situation (Was wird geübt?) | Erwartete Angst (0-100) | Tatsächliche Angst (0-100) | Dauer (Minuten) | Datum durchgeführt | Beobachtungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Allein im Supermarkt einkaufen (15 Min.) | 60 | 45 | 20 | 05.02.2026 | Angst ging nach 10 Min. deutlich zurück |
| 2 | Mit Bus zur Arbeit fahren (Stoßzeit) | 75 | Geplant: 10.02. | |||
Die erste Zeile zeigt ein Beispiel. Im PDF-Download ist die Tabelle leer zum Ausfüllen.
Evidenzgrundlage
Evidenzgrad A: Starke Evidenz aus mehreren RCTs
Quelle: S3-LL Angststörungen 2021, Kapitel 4.3
Wolitzky-Taylor et al. (2008): Exposition d=1.05
Klinische Hinweise
Erst nach gründlicher Psychoedukation und Erstellung Angsthierarchie
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